"Minimum quod potest haberi de cognitione rerum altissimarum, desiderabilius est quam certissima cognitio, quae habetur de minimis rebus."

"Das Geringste an Erkenntnis, das einer über die erhabensten Dinge zu gewinnen vermag, ist ersehnenswerter als das gewisseste Wissen von den niederen Dingen"

(Thomas von Aquin: I, 1, 5 ad 1)
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29. Oktober 2015

Gebet zum Heiligen Erzengel Michael

Papst Franziskus hat heute Vormittag via Twitter zum Gebet zum Heiligen Erzengel Michal und gegen den Teufel aufgerufen. "Erbitten wir den Beistand des heiligen Erzengels Michael, uns gegen die Nachstellungen und Fallen des Teufels zu schützen." 


Der Gebetsaufruf von Franziskus erinnert sehr stark an ein altes Kirchengebet, das in der Liturgie des außerordentlichen Ritus noch immer am Ende der Hl. Messe gebetet wird:

"Heiliger Erzengel Michael, du Fürst der himmlischen Heerscharen, schirme uns im Kampf gegen die Bosheiten und die Arglist des Teufels, sei du unser Schutz. Gott gebiete ihm, so bitten wir flehentlich. Du aber, Fürst der himmlischen Heerscharen, stürze den Satan und die anderen bösen Geister, die zum Verderben der Seelen die Welt durchschweifen, in der Kraft Gottes hinab in die Hölle. Amen".

8. Juni 2014

Franziskus und der Protestantismus

Jorge Mario Bergoglio bezeichnete ... Martin Luther als „Häretiker“ und Johannes Calvin als nicht nur Häretiker, sondern auch Schismatiker, der eine Spaltung innerhalb des Menschen, in der Gesellschaft und in der Kirche verursacht habe. In der Kirche habe er das Gottesvolk enthauptet, indem er seine Verbindung mit dem Vater trennte, die Handwerkszünfte habe er enthauptet, indem er ihnen die Heiligen nahm, mit der Messe habe er dem Gottesvolk die real präsente Heilsmittlerschaft Christi genommen.
Die Lehre Luthers habe kohärenterweise zum atheistischen Existenzialismus und zum Übermenschentum Nietzsches geführt, das den Tod Gottes impliziert. Dieses Heidentum habe als Nationalsozialismus und Marxismus Gestalt angenommen. 


Quelle
Quelle

29. Dezember 2013

Gebet an die Heilige Familie von Nazaret

Jesus, Maria und Josef,
auf euch, heilige Familie von Nazaret,
richten wir heute unseren Blick
mit Bewunderung und Zuversicht;
in euch betrachten wir
die Schönheit der Gemeinschaft in wahrer Liebe;
euch empfehlen wir alle unsere Familien an,
dass sich in ihnen das Wunder der Gnade erneuert.

Heilige Familie von Nazaret,
faszinierende Schule des Evangeliums:
lehre uns, deine Tugenden nachzuvollziehen
mit einer weisen geistlichen Ordnung,
schenke uns einen klaren Blick,
der uns das Werk der Vorsehung
in der alltäglichen Wirklichkeit
erkennen lässt.

Heilige Familie von Nazaret,
treuer Wahrer des Geheimnisses der Erlösung:
schenke uns neu das Wertschätzen der Stille,
mach unsere Familien zu Orten des Gebetes
und lass sie zu kleinen Hauskirchen werden,
erneuere das Verlangen nach Heiligkeit,
stütze uns in der edlen Anstrengung der Arbeit, in der Erziehung,
dem Zuhören, im gegenseitigen Verstehen und im Verzeihen.

Heilige Familie von Nazaret,
wecke in unserer Gesellschaft das Bewusstsein
des heiligen und unverletzlichen Charakters der Familie,
eines unschätzbaren und unersetzlichen Gutes.
Jede Familie sei ein gastfreundliches Heim der Güte und des Friedens
für die Kinder und für die Alten,
für die Kranken und die Einsamen,
für die Armen und Bedürftigen.

Jesus, Maria und Josef,
euch bitten wir voll Vertrauen, euch vertrauen wir uns mit Freude an.

Papst Franziskus (rv 27.10.2013 ord)

14. Dezember 2013

Katholische Soziallehre und Wirtschaftsordnung

Will man die Aussagen von Papst Franziskus zum „Kapitalismus“ richtig verstehen, dann ist dies nur im Kontext der gesamten Sozialverkündigung der Kirche möglich. Welche Aussagen dabei im Einzelnen zu berücksichtigen sind, habe ich in dem Beitrag „Katholische Soziallehre und Wirtschaftsordnung. Markt und Moral in den Sozialenzykliken“ in der soeben erschienenen Internet-Ausgabe des „Lexikon Soziale Marktwirtschaft“ dargelegt, der hier abzurufen ist:  LINK

26. November 2013

Sich von Ihm finden lassen


Ich lade jeden Christen ein, gleich an welchem Ort und in welcher Lage er sich befindet, noch heute seine persönliche Begegnung mit Jesus Christus zu erneuern oder zumindest den Entschluss zu fassen, sich von ihm finden zu lassen, ihn jeden Tag ohne Unterlass zu suchen. Es gibt keinen Grund, weshalb jemand meinen könnte, diese Einladung gelte nicht ihm, denn »niemand ist von der Freude ausgeschlossen, die der Herr uns bringt«. Wer etwas wagt, den enttäuscht der Herr nicht, und wenn jemand einen kleinen Schritt auf Jesus zu macht, entdeckt er, dass dieser bereits mit offenen Armen auf sein Kommen wartete. Das ist der Augenblick, um zu Jesus Christus zu sagen: „Herr, ich habe mich täuschen lassen, auf tausenderlei Weise bin ich vor deiner Liebe geflohen, doch hier bin ich wieder, um meinen Bund mit dir zu erneuern. Ich brauche dich. Kaufe mich wieder frei, nimm mich noch einmal auf in deine erlösenden Arme.“ Es tut uns so gut, zu ihm zurückzukehren, wenn wir uns verloren haben! Ich beharre noch einmal darauf: Gott wird niemals müde zu verzeihen; wir sind es, die müde werden, um sein Erbarmen zu bitten. Der uns aufgefordert hat, »siebenundsiebzigmal« zu vergeben (Mt 18,22), ist uns ein Vorbild: Er vergibt siebenundsiebzigmal. Ein ums andere Mal lädt er uns wieder auf seine Schultern. Niemand kann uns die Würde nehmen, die diese unendliche und unerschütterliche Liebe uns verleiht. Mit einem Feingefühl, das uns niemals enttäuscht und uns immer die Freude zurückgeben kann, erlaubt er uns, das Haupt zu erheben und neu zu beginnen. Fliehen wir nicht vor der Auferstehung Jesu, geben wir uns niemals geschlagen, was auch immer geschehen mag. Nichts soll stärker sein als sein Leben, das uns vorantreibt!


Papst Franziskus: Evangelii Gaudium, Nr. 3

7. Oktober 2013

Ich komme zu spät zur Messe

Hast du die Fähigkeit, das Wort Gottes in der Geschichte aller Tage zu finden, oder sind es deine Ideen, die dich tragen, und lässt du es nicht zu, dass die Überraschung des Herrn zu dir spricht?“

QUELLE

24. August 2013

Nicht gnostisch, nicht pelagianisch, sondern evangelistisch

In seiner Rede ging der Papst ... über die vorliegende schriftliche Fassung hinaus und nannte einige konkrete Beispiele, was er mit neuem Gnostizismus meint. Zu den lateinamerikanischen Bischöfen sagte Franziskus, daß er jene meint, die ihm nach der Wahl zum Papst begeistert gratulierten, um gleichzeitig sofort Forderungen an ihn zu richten:
„daß die Priester heiraten dürfen, daß Ordensschwestern zu Priestern geweiht werden und daß auch die wiederverheiratet Geschiedenen zum Kommunionempfang zugelassen sind“,
denn nur so sei die Kirche „modern“ und auf der Höhe der Zeit. Auf der Videoaufzeichnung der Rede ist nach der zweiten Forderung ein erheitertes Lachen der Bischöfe zu hören.

Die drei konkret vom Papst genannten Themen gehören zum zentralen Forderungskatalog progressiver Kirchenkreise, vor allem randständiger Gruppen mit schismatischem und häretischem Einschlag wie Wir sind Kirche oder die Pfarrer-Initiativen. Die Zurückweisung dieser Forderungen durch den Papst sind für die aktuelle Diskussion in der Kirche von nicht unerheblicher Bedeutung. Deshalb erstaunt die Unterschlagung dieser Passage in den offiziellen Fassungen der Rede. Es erstaunt umsomehr, weil Papst Franziskus zumindest einem Punkt, der Frauenordination, auch bei der improvisierten Pressekonferenz auf dem Rückflug nach Rom eine eindeutige Absage erteilte.

23. Mai 2013

Francesco, der erfahrene Koch

„Das Salz hat Sinn, wenn man es hinzufügt, um den Dingen Geschmack zu verleihen. Ich denke auch, dass das in einem Fläschchen verwahrte Salz durch die Feuchtigkeit seine Kraft verliert und zu nichts nützt. Das Salz, das wir empfangen haben, dient dazu, hergegeben zu werden, es ist dazu da, um den Dingen Geschmack zu verleihen, um es anzubieten. Anders wird es schal und nützt zu nichts. Wir müssen den Herrn bitten, nicht Christen mit schalem Salz zu werden, mit einem Salz, das in einem Fläschchen verschlossen ist.

Doch das Salz hat noch eine weitere Besonderheit: wenn man das Salz gut nützt, so schmeckt man es nicht... Man schmeckt es nicht! Man schmeckt den Geschmack eines jeden Gerichts: das Salz hilft, dass der Geschmack jenes Gerichts besser ist, dass es schmackhafter wird. Darin besteht die christliche Originalität“.

Wenn wir mit diesem Salz den Glauben verkünden, so „empfangen ihn die Adressaten der Verkündigung entsprechend ihrer Besonderheit, wie dies bei den Gerichten der Fall ist. Und so empfängt ein jeder das Salz seiner Besonderheit entsprechend und wird besser“.


Papst Franziskus

16. April 2013

Leistet dem Heiligen Geist keinen Widerstand

„Um es klar zu sagen: der Heilige Geist stört uns, weil er uns in Bewegung versetzt, weil er uns gehen lässt, weil er die Kirche drängt, vorwärts zu gehen. Und wir sind wie Petrus bei der Verklärung: ‚Ah, wie schön ist es doch, so zu sein, alle zusammen!’ ... 

Aber stören, nein, das darf er nicht. Wir wollen, dass der Heilige Geist einschläft. Und das geht nicht. Denn er ist Gott, und er ist jener Wind, der geht und kommt, und du weißt nicht, woher. Er ist die Kraft Gottes, er ist der, der uns den Trost und die Kraft gibt, voranzugehen. Aber: voranzugehen! Und das stört: das Bequeme ist schöner“.

Franziskus

8. April 2013

Beten muss eine Anbetung Gottes sein!

Was ist eine Frage, die Papst Franziskus gerne jedem Katholiken stellen würde? In einer Predigt, die vom Erzbistum Buenos Aires veröffentlicht und von "Radio Vatikan" übersetzt wurde, meinte der neue Pontifex, dass er folgendes fragen würde: "Wie betest du? (Manche werden antworten:) Padre, ich bitte Gott, bzw.: Ich danke Gott, oder Jesus… Dann würde ich zurückfragen: Sonst nichts? Nur bitten, nur danken? Lobpreist du ihn denn nicht? Man muss Gott lobpreisen, weil er so groß ist! So wie wir das in der Messe machen, beim Sanctus. Tust du das denn auch in deinem Herzen, wenn du dich in Gottes Anwesenheit hineinstellst? Betest du Gott an? Wirfst du dich vor ihm nieder und betest ihn an, weil er der einzige Gott ist? Um deinen Glauben zu stärken, reicht es nicht, ständig mit neuen Bitten angelaufen zu kommen. Das ist etwas typisch Katholisches. Darüber hinaus und über das Danken hinaus muss dein Beten auch lobpreisend sein und eine Anbetung Gottes!“

15. März 2013

Francisco - im Leben



Franziskus - geboren 17.12.1936

O Sapientia,
quae ex ore Altissimi prodiisti,
attingens a fine usque ad finem,
fortiter suaviterque disponens omnia:
veni ad docendum nos viam prudentiae.

O Weisheit,
hervorgegangen aus dem Munde des Höchsten,
die Welt umspannst du von einem Ende zum andern,
in Kraft und Milde ordnest du alles:
Komm und lehre uns den Weg der Einsicht!

14. März 2013

camminare, edificare, confessare Gesù Cristo Crocifisso

Quando non si confessa Gesù Cristo, mi sovviene la frase di Léon Bloy: “Chi non prega il Signore, prega il diavolo”. Quando non si confessa Gesù Cristo, si confessa la mondanità del diavolo, la mondanità del demonio.

Wenn man sich nicht zu Jesus Christus bekennt – da fällt mir der Satz von Leon Bloy ein: „Wer nicht zum Herrn betet, betet den Teufel an“. Wenn man sich nicht zu Jesus Christus bekennt, bekennt man sich zur Weltlichkeit des Teufels, zur Weltlichkeit des Dämons.

Papst Franziskus, 14.3.2013

Francesco - El nuestro Papa

Franziskus: Einfach - überwältigend. 

Anfangs war ich, ehrlich gesagt, etwas skeptisch, aber die Freude, dass "unser Nachbar" nun Papst ist, wächst von Stunde zu Stunde. Vor allem das mittlere Foto spricht für mich Bände.