"Minimum quod potest haberi de cognitione rerum altissimarum, desiderabilius est quam certissima cognitio, quae habetur de minimis rebus."
"Das Geringste an Erkenntnis, das einer über die erhabensten Dinge zu gewinnen vermag, ist ersehnenswerter als das gewisseste Wissen von den niederen Dingen"
(Thomas von Aquin: I, 1, 5 ad 1)
"Das Geringste an Erkenntnis, das einer über die erhabensten Dinge zu gewinnen vermag, ist ersehnenswerter als das gewisseste Wissen von den niederen Dingen"
(Thomas von Aquin: I, 1, 5 ad 1)
7. Februar 2011
6. Februar 2011
Die Gebete
Die letzte Säule kirchlicher Existenz nennt Lukas „die Gebete“. Er redet in der Mehrzahl: Gebete. Was will er damit sagen? Wahrscheinlich denkt er dabei an die Teilnahme der frühen Jerusalemer Gemeinde an den Gebeten im Tempel, an den gemeinsamen Ordnungen des Betens. So wird etwas Wichtiges sichtbar. Beten muß einerseits ganz persönlich sein, mein innerstes Einswerden mit Gott. Mein Ringen mit ihm, meine Suche nach ihm, mein Dank für ihn und meine Freude an ihm. Aber es ist doch nie nur eine private Sache meines individuellen Ich, die die anderen nichts anginge. Beten ist wesentlich immer auch Beten im Wir der Kinder Gottes. Nur in diesem Wir sind wir Kinder unseres Vaters, zu dem der Herr uns zu beten gelehrt hat. Nur dieses Wir öffnet uns den Zugang zum Vater. Einerseits muß unser Beten immer persönlicher werden, immer tiefer den Kern unseres Ich berühren und durchdringen. Andererseits muß es sich immer von der Gemeinschaft der Betenden, von der Einheit des Leibes Christi nähren, um mich wirklich von der Liebe Gottes her zu formen.
So ist Beten letztlich nicht irgendeine Aktivität unter anderen, ein bestimmter Winkel meiner Zeit. Beten ist Antwort auf den Imperativ, der am Anfang des Hochgebets in der Eucharistiefeier steht: Sursum corda – die Herzen nach oben! Es ist das Hinaufgehen meiner Existenz auf die Höhe Gottes hin. Beim heiligen Gregor dem Großen findet sich dazu ein schönes Wort. Er erinnert daran, daß Jesus den Täufer Johannes „eine brennende und strahlende Leuchte nennt (Joh 5, 35)“ und fährt fort: „Brennend vor himmlischer Sehnsucht, strahlend durch das Wort. Damit also die Wahrhaftigkeit der Verkündigung gewahrt bleibe, muß die Höhe des Lebens gewahrt werden“ (Hom. in Ez. 1, 11, 7 CCL 142, 134). Die Höhe des Lebens, die gerade heute zum Zeugnis für Jesus Christus so wesentlich ist, können wir nur finden, wenn wir uns von ihm im Gebet immer wieder auf seine Höhe hinaufziehen lassen.
Papst Benedikt XVI
So ist Beten letztlich nicht irgendeine Aktivität unter anderen, ein bestimmter Winkel meiner Zeit. Beten ist Antwort auf den Imperativ, der am Anfang des Hochgebets in der Eucharistiefeier steht: Sursum corda – die Herzen nach oben! Es ist das Hinaufgehen meiner Existenz auf die Höhe Gottes hin. Beim heiligen Gregor dem Großen findet sich dazu ein schönes Wort. Er erinnert daran, daß Jesus den Täufer Johannes „eine brennende und strahlende Leuchte nennt (Joh 5, 35)“ und fährt fort: „Brennend vor himmlischer Sehnsucht, strahlend durch das Wort. Damit also die Wahrhaftigkeit der Verkündigung gewahrt bleibe, muß die Höhe des Lebens gewahrt werden“ (Hom. in Ez. 1, 11, 7 CCL 142, 134). Die Höhe des Lebens, die gerade heute zum Zeugnis für Jesus Christus so wesentlich ist, können wir nur finden, wenn wir uns von ihm im Gebet immer wieder auf seine Höhe hinaufziehen lassen.
Papst Benedikt XVI
5. Februar 2011
Grundelemente der christlichen Existenz
Für die Gebetswoche um die Einheit der Christen hatten dieses Jahr die christlichen Gemeinden von Jerusalem die Worte aus der Apostelgeschichte gewählt, in denen der heilige Lukas normativ darstellen will, was die Grundelemente der christlichen Existenz in der Gemeinschaft der Kirche Jesu Christi sind. Er sagt so: „Sie hielten an der Lehre der Apostel fest und an der Gemeinschaft, am Brotbrechen und an den Gebeten“ (Apg 2,42). In diesen vier tragenden Elementen des Kirche-Seins wird zugleich auch der wesentliche Auftrag ihrer Hirten beschrieben. Alle vier Elemente sind zusammengehalten durch das Wort „festhalten“ – „erant perseverantes“, übersetzt die lateinische Bibel den griechischen Ausdruck προσκαρτερέω: die Beständigkeit, die Beharrlichkeit gehört zum Wesen des Christseins, und sie ist grundlegend für den Auftrag der Hirten, der Arbeiter im Erntefeld des Herrn. Der Hirte darf kein Schilfrohr sein, das sich mit dem Winde dreht, kein Diener des Zeitgeistes. Die Unerschrockenheit, der Mut zum Widerspruch gegen die Strömungen des Augenblicks gehört wesentlich zum Auftrag des Hirten. Nicht Schilfrohr darf er sein, sondern – nach dem Bild des ersten Psalms – wie ein Baum, der tiefe Wurzeln hat und darauf festgegründet steht. Das hat nichts mit Starrheit oder Unbeweglichkeit zu tun. Nur wo Beständigkeit ist, ist auch Wachstum. Kardinal Newman, zu dessen Weg drei Bekehrungen gehören, spricht davon, daß Leben Sich-Wandeln ist. Aber seine drei Bekehrungen und die darin geschehenen Wandlungen sind doch ein einziger, zusammenhängender Weg: der Weg des Gehorsams gegen die Wahrheit, gegen Gott; der Weg der wahren Beständigkeit, der gerade so vorwärts führt.
Papst Benedikt XVI
Papst Benedikt XVI
4. Februar 2011
Fassungslos
Leider Gottes wird ein Baum heutzutage mehr gesetzlich geschützt als ein Menschenkind. Aber es ist auch eine Art die Menschen auf das Problem aufmerksam zu machen, wenn sie auch traurig stimmt.
"How awful and sad that this slogan is at all possible. A lot of people care about trees but not all people care about human beings. How sad that a child would have to say pretend I`m a tree."
"How awful and sad that this slogan is at all possible. A lot of people care about trees but not all people care about human beings. How sad that a child would have to say pretend I`m a tree."
3. Februar 2011
1. Februar 2011
Kreuzwegbetrachtung
Hier wird deutlich, dass Christus nicht aufgrund irgendwelcher Zufälle litt, sondern wirklich die ganze Geschichte der Menschen in die Hand genommen hat. Sein Leiden für uns ist nicht bloß eine theologische Formel. Dies zu sehen und uns dann von Ihm auf Seine Seite ziehen zu lassen und nicht auf die andere Seite, ist ein existentieller Akt. In der Kreuzwegandacht nehmen wir wahr: Er leidet wirklich für uns. Und Er hat auch meine Sache an sich genommen. Jetzt zieht er mich zu sich, indem Er mich in meiner Tiefe aufsucht und zu sich hinaufholt.
(Benedikt XVI in: Licht der Welt S. 55)
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