"Minimum quod potest haberi de cognitione rerum altissimarum, desiderabilius est quam certissima cognitio, quae habetur de minimis rebus."

"Das Geringste an Erkenntnis, das einer über die erhabensten Dinge zu gewinnen vermag, ist ersehnenswerter als das gewisseste Wissen von den niederen Dingen"

(Thomas von Aquin: I, 1, 5 ad 1)

23. April 2011

PANTOKRATOR

Im lichtvollen Geheimnis der Auferstehung offenbart sich dieses Schweigen des Wortes in seiner wahren und endgültigen Bedeutung. Christus, das fleischgewordene, gekreuzigte und auferstandene Wort Gottes, ist der Herr aller Dinge; er ist der Sieger, der Pantokrator, und so ist alles für immer in ihm vereint (vgl. Eph 1,10). 

Christus ist also »das Licht der Welt« (Joh 8,12), das Licht, das »leuchtet in der Finsternis« (Joh 1,4) und das die Finsternis nicht erfaßt hat (vgl. Joh 1,5). Hier verstehen wir die volle Bedeutung von Psalm 119: »Dein Wort ist meinem Fuß eine Leuchte, ein Licht für meine Pfade« (V. 105); das Wort, das aufersteht, ist dieses endgültige Licht auf unserem Weg. Von Anfang an wußten die Christen, daß das Wort Gottes in Christus als Person gegenwärtig ist. Das Wort Gottes ist das wahre Licht, das der Mensch braucht. Ja, in der Auferstehung ist der Sohn Gottes als Licht der Welt erstanden. Jetzt können wir, wenn wir mit ihm und für ihn leben, im Licht leben.

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